Über mich
Der Schlüssel zum Wandel unserer Gesellschaft liegt für mich in den kleinen, aber bedeutsamen Elementen des Zusammenseins. Der Wandel, den wir uns im Großen wünschen, darf in jeder Einladung, in jeder Beziehung, in jedem Treffen verkörpert werden. Am Ende geht es vor allem um eines: Wie gehen wir miteinander um, wenn wir zusammenkommen?
Diese Frage begleitet mich seit der Mitbegründung des FRANZwerk, eines dritten Ortes in Tübingen, und meiner Arbeit im MYZELIUM, wo ich gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften gestalten durfte. Dort konnte ich Räume halten, in denen Menschen zusammenkommen, um gemeinsam etwas zu erschaffen. Die Ausbildungen in Art of Hosting und Verbindungskultur (Circlewise) haben mich gelehrt: Transformation entsteht durch die Qualität der Begegnung.
Genau das gebe ich weiter — ich begleite Organisationen, Teams und Einzelpersonen dabei, Verbindungskultur erlebbar zu machen, Veränderungsprozesse zu öffnen und ein gelingendes Miteinander zu entwickeln.
Eine meiner wichtigsten Lehrmeister:innen dabei ist die Natur. Sie kennt Jahreszeiten und Wachstumsphasen, in denen mal Struktur, mal Ruhe gebraucht wird. Genau dieses Gespür für den natürlichen Rhythmus und für die wesentliche Frage, wann was stimmig ist, für gerade ausreichende Strukturen, die Halt geben, ohne einzuengen, versuche ich auch in Organisationen zu kultivieren. Verbindung entsteht oft im Verborgenen, bevor sie sichtbar wird, und die größte Stärke liegt selten im Einzelnen, sondern im Geflecht. Nicht zufällig trägt das Ökosystem, in dem ich mitwirke, den Namen MYZELIUM — benannt nach dem unterirdischen Pilzgeflecht, das den Wald über weite Strecken miteinander verbindet und versorgt. Genau dieses Prinzip einer Verbindung, die trägt, ist der Kern meiner Arbeit. Auch heute noch arbeite ich mit dem MYZELIUM Ökosystem zusammen und begleite dort Gründer:innen und Organisationen beim Aufbau gemeinschaftsbasierter Unternehmen.
Privat lebe ich mit meinem Mann und unserer bunten Patchwork-Familie mit sechs Kindern — eine Schule fürs Leben, die mir täglich zeigt, was echte Verbindung und gelingendes Miteinander in der Praxis bedeuten.
Wie ein Wurzelgeflecht speist sich meine Arbeit aus vielen Quellen. Hier ein Überblick über die Schulen, Methoden und vor allem Haltungen, aus denen ich schöpfe:
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der Verbindungskulturkompass, das Anwenden von Mustern der Natur, um unsere sozialen Räume zu gestalten, das Integrieren der natürlichen Rhythmen und Zyklen, die Himmelsrichtungen und ihre Qualitäten als Orientierung, die tiefe Liebe zum Leben und allem was “ist”.
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das Vertrauen in die Weisheit der Gruppe, das Halten von Räumen für echte und tiefe Gespräche und gemeinsames Entscheiden, das Zusammenspiel von klarer Struktur und Emergenz.
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das Erkennen der eigenen Quelle und der Quelle einer Organisation, das Verstehen, wie Initiativen aus einem einzigen Ursprungsimpuls wachsen, das Bewahren der Verbindung zu dieser Quelle, auch wenn Verantwortung geteilt wird.
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das Erforschen der eigenen Geschichte, Ängste und Sehnsüchte rund um Geld, das Wandeln der Beziehung zu Fülle, Wert und Austausch, Geld als Energie und Beziehung begreifen statt nur als Mittel. Das Erkennen, wie eigene unverarbeitete Anteile auf andere übertragen werden, das Zurücknehmen von Projektionen, um sich selbst klarer zu sehen.
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das Üben von Präsenz im gegenwärtigen Moment, das Beobachten von Gedanken und Gefühlen ohne sofortige Bewertung, das Schaffen innerer Ruhe als Grundlage für klares Handeln.
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Über das Konsent-Prinzip und die Kreisstruktur zeigt mir die Soziokratie, wie Entscheidungen wachsen können, ohne dass eine Stimme über den anderen steht. Einwände werden dabei nicht als Störung verstanden, sondern als Wurzeln, die dem Ganzen mehr Tragfähigkeit geben.
Worum es mir geht.
Mir geht es darum, eine neue Art des Miteinanders zu kultivieren — eine, die unseren Beziehungen wirklich dienlich ist. Das bedeutet, Fähigkeiten zu erlernen, die uns im Zusammenleben bisher oft fehlen: unser Bewusstsein erweitern, unsere eigene Innenwelt kennenlernen, unsere Gegenüber wirklich wahrnehmen... Genau darin liegt für mich die Grundlage gelingender Zusammenarbeit. Wirtschaften ist für mich im Kern nichts anderes als das: gemeinsam etwas erschaffen — im besten Fall so, dass es dem Leben wirklich dienlich ist.
Regelmäßig spreche ich in Podcasts und ab und zu komme ich in Publikationen zu Wort.
Der Pfeil
Ich fasse die Absicht
wie einen glatten Schaft aus Stille.
Nicht lange.
Nur so lang,
bis ich ihre Richtung spüre.
Sie will nicht gehalten werden,
nur erkannt.
Sie ist kein Besitz,
sondern ein Moment der Klarheit.
Ich lege sie ein
in den Bogen meines Atems,
spüre das Ziehen
zwischen Wunsch und Vertrauen.
Dann lasse ich los.
Nicht, weil ich aufgebe,
sondern weil Festhalten
die Flugbahn verdirbt.
Der Pfeil weiß mehr als ich.
Er fliegt nicht
zu meinem Bild der Zukunft,
sondern zu dem Ort,
an dem Wahrheit wartet.
Ich bleibe zurück
mit offenen Händen
und einem Herzen,
das nicht mehr zielt,
sondern lauscht.
Und irgendwo im Raum zwischen jetzt und noch nicht
schreibt meine Absicht
ihre Spur ins Unsichtbare.
– Franka Schneider
Lust auf ein Gespräch?
Schreib mir, ich freue mich auf einen Austausch um herauszufinden, ob wir in Zukunft zusammenarbeiten wollen.